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Aktuell in aller Munde: GIN


Blogbeitrag vom 29.08.2017 - Ein absoluter Trend im Getränkebereich ist aktuell der Gin. Auf fast allen Genußmessen und ähnlichen Events finden sich neu aufgelegte oder - jeweils als Premiere - ganz neue Ginsorten. Auch deutscher Gin ist immer häufiger in den Regalen der Händler zu sehen. Das ist auch nicht verwerflich, schließlich ist die Herstellung von Gin heute nicht mehr auf ein einziges Produktionsland beschränkt. Vorläufer des Gin ist tatsächlich der Genever aus den Niederlanden. Ein klassischer Wacholderschnaps, der Mitte des 17. Jahrhunderts aus den Niederlanden nach England kam und dort regen Zuspruch fand. Im Laufe der Jahre wurde dieser Schnaps auf den britischen Inseln nur noch Gin genannt. Zeitweise musste ein Getränk mit diesem Namen zwingend aus englischem Getreide bestehen. Stärkehaltiger Ausgangsstoff, wie eben Getreide, ist auch heute noch Quelle des Alkohols, die Gebietsbeschränkung ist allerdings aufgehoben. Der Alkohol wird mit allerlei Würzigem oder Fruchtigem aromatisiert. Neben Wacholderbeeren können hier die verschiedensten Produkte genutzt werden, unter Kennern spricht man hier von Botanicals.

Wilderer bei Behind The Grapes

Warum schreibe ich darüber? Nun, auch in Südafrika wird Gin hergestellt. Einen sehr außergewöhnlichen Vertreter musste ich nach dem Probieren einfach ins Programm nehmen. Die Wilderer Distillery im wunderschönen Paarl nahe der Metropole Kapstadt brennt seit 1994 eine ganze Palette an Hochprozentigem. Helmut Wilderer, leider im Jahr 2016 verstorben, gründete die erste Destillerie Südafrikas nach seiner Ankunft aus dem heimischen Baden. Sein Sohn Christian übernahm die Geschäfte und entwickelte einen Gin, der seinesgleichen sucht. Alle Zutaten sind natürlich und stammen ausschließlich aus der Region um Kapstadt. Einige der Botanicals sind für unsere Geschmäcker eher ungewöhnlich. So verwendet Wilderer Wildkräuter, Wurzeln und Gewürze wie zum Beispiel Honeybush.

Südafrika Gin bei Behind The Grapes

Diese Strauchpflanze wächst nur in Südafrika. Sie ähnelt dem Rooisbush und wird auch als Tee aufgegossen. Ebenfalls nur in der Region um Kapstadt heimisch und als Tee verwendbar ist Buchu. Buchu wird gerne von den Sangomas, den einheimischen Naturheilern, verwendet. Eine weitere Heilpflanze ist in diesem würzigen und trotzdem weichen Gin enthalten. Die südafrikanische Teufelskralle - oder Devil's Claw - ist ein Sesamgewächs und gibt dem Destillat eine unvergleichliche Note. Aus der Familie der Minzgewächse findet das afrikanische Löwenohr seinen Eingang in diese Ginkomposition. Ein anderer Name für das Löwenohr ist auch wilder Cannabis. Er ist THC frei und gibt eine schöne, ungeahnte Würze. Mit 45 %vol. Alkohol ist er sicher kein leichter Vertreter seiner Art, trotzdem gleitet er weich und elegant die Kehle herunter.

Wilderer Distillery in Paarl

Zu diesen Wildgewächsen aus dem landschaftlich beeindruckenden Western Cape gesellt sich reinstes Quellwasser aus den Franschhoek Mountains. Das Team um Christian Wilderer ist, zu recht, sehr stolz auf dieses südafrikanische Erzeugnis. Auch Kritiker, Experten und, nicht zuletzt, die Konsumenten wissen diese grandiose Spirituose zu schätzen. Der Wilderer Fynbos Gin wurde schon mehrfach mit internationalen Goldauszeichnungen bedacht. Die große Hingabe, die einzigartigen Zutaten und die Arbeit im Einklang mit der Natur machen diesen Gin zu einer wahren Perle. Perle ist übrigens auch der übersetzte Name des Ortes, an dem dieser Gin produziert wird: Paarl.

Spirituosen aus Südafrikas erster Destillerie