Speaker's Corner

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Speaker's Corner - so nennt man auf Messen und Ausstellungen den Bereich, in welchem wechselnde, zum Thema passende Vorträge und Seminare gehalten werden. Einen solchen Bereich haben wir auch für dich vorbereitet. Hier spricht der Firmengründer Oliver Willem Neusser in loser Folge über die Themen Wein an sich, Wein aus Südafrika, gibt Einblicke in Land und Leute und lässt natürlich auch die Geschichten hinter den Trauben nicht unerzählt.

 


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Aktuell in aller Munde: GIN

Ein absoluter Trend im Getränkebereich ist aktuell der Gin. Auf fast allen Genussmessen und ähnlichen Events finden sich neu aufgelegte oder - jeweils als Premiere - ganz neue Ginsorten. Auch deutscher Gin ist immer häufiger in den Regalen der Händler zu sehen. Das ist auch nicht verwerflich, schliesslich ist die Herstellung von Gin heute nicht mehr auf ein einziges Produktionsland beschränkt. Vorläufer des Gin ist tatsächlich der Genever aus den Niederlanden. Ein klassischer Wacholderschnaps, der mitte des 17. Jahrhunderts aus den Niederlanden nach England kam und dort regen Zuspruch fand. Im Laufe der Jahre wurde dieser Schnaps auf den britischen Inseln nur noch Gin gennant. Zeitweise musste ein Getränk mit diesem Namen zwingend aus englischem Getreide bestehen. Stärkehaltiger Ausgangsstoff, wie eben Getreide, ist auch heute nocht Quelle des Alkohols, die Gebietsbeschränkung ist allerdings aufgehoben. Der Alkohol wird mit allerlei Würzigem oder Fruchtigem aromatisiert. Neben Wacholderbeeren können hier die verschiedensten Produkte genutzt werden, unter Kennern spricht man hier von Botanicals

 

 

Restaurant Wilderer

 

Warum schreibe ich darüber? Nun, auch in Südafrika wird Gin hergestellt. Einen sehr aussergewöhnlichen Vertreter musste ich nach dem Probieren einfach ins Programm nehmen. Die Wilderer Distillery im wunderschönen Paarl nahe der Metropole Kapstadt brennt seit 1994 eine ganze Palette an Hochprozentigem. Helmut Wilderer, leider im Jahr 2016 verstorben, gründete die erste Destillerie Südafrikas nach seiner Ankunft aus dem heimischen Baden. Sein Sohn Christian übernahm die Geschäfte und entwickelte einen Gin, der seinesgleichen sucht. Alle Zutaten sind natürlich und stammen ausschliesslich aus der Region um Kapstadt. Einige der Botanicals sind für unsere Geschmäcker eher ungewöhnlich. So verwendet Wilderer Wildkräuter, Wurzeln und Gewürze wie zum Beispiel Honeybush. Diese Strauchpflanze wächst nur in Südafrika. Sie ähnelt dem Rooisbush und wird auch als Tee aufgegossen. Ebenfalls nur in der Region um Kapstadt heimisch und als Tee verwendbar ist Buchu. Buchu wird gerne von den Sangomas, den einheimischen Naturheilern, verwendet. Eine weitere Heilpflanze ist in diesem würzigen und trotzdem weichen Gin enthalten. Die südafrikanische Teufelskralle - oder Devil's Claw - ist ein Sesamgewächs und gibt dem Destillat eine unvergleichliche Note. Aus der Familie der Minzgewächse findet das afrikanische Löwenohr seinen Eingang in diese Ginkomposition. Ein anderer Name für das Löwenohr ist auch wilder Cannabis. Er ist THC frei und gibt eine schöne, ungeahnte Würze. Mit 45% vol. Alkohol ist er sicher kein leichter Vertreter seiner Art, trotzdem gleitet er weich und elegant die Kehle herunter. 
Zu diesen Wildgewächsen aus dem landschaftlich beeindruckenden Western Cape gesellt sich reinstes Quellwasser aus den Franschhoek Mountains. Das Team um Christian Wilderer ist, zu recht, sehr stolz auf dieses südafrikanische Erzeugniss. Auch Kritiker, Experten und, nicht zuletzt, die Konsumenten wissen diese grandiose Spirituose zu schätzen. Der Wilderer Fynbos Gin wurde schon mehrfach mit internationalen Goldauszeichnungen bedacht. Die große Hingabe, die aussergewöhnlichen Zutaten und die Arbeit im Einklang mit der Natur machen diesen Gin zu einer wahren Perle. Perle ist übrigens auch der übersetzte Name des Ortes, an dem dieser Gin produziert wird: Paarl.

Wilderer Fynbos Gin im Shop

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Wie kommt eigentlich ein Wein in unser Programm?

Das ist eine berechtigte Frage und gar nicht mit einem Satz zu beantworten. Für die bewusste Auswahl spielen einige Kriterien eine Rolle.
Bei Weingütern, die wir schon vertreten, ist das Verfahren recht simpel. In den meisten Fällen werden wir vom Winzer informiert, dass er etwas Neues im Programm hat. Das geschieht entwerde per Email, auf Fachmessen oder - meine liebste Möglichkeit - bei einem Besuch vor Ort. Der entsprechende Wein wird dann bei nächst möglicher Gelegenheit probiert und wir entscheiden, ob das Geschmacksprofil in unser Sortiment passt oder nicht. Der Preis pro Flasche spielt hier natürlich auch noch eine Rolle. Wenn das alles stimmt, ist der Wein fortan dabei.
Bei für uns neuen Winzern sieht es allerdings etwas anders aus. Auf neue Winzer und Weingüter treffen wir meistens auf Fachmessen wie der ProWein in Düsseldorf, der Südafrika Weinshow in Frankfurt oder der CapeWine in Kapstadt. Manchmal finden wir aussergewöhnliche und interessante  Produzenten dagegen auch im Internet. Allen ist gemein, dass sie uns die Möglichkeit geben müssen, die für uns in Frage kommenden Weine zu verkosten. Das ist nie ein Problem, schliesslich liegt den Winemakern daran, ihren Wein zu verkaufen. Auf Fachmessen ist die Verkostung anstandslos möglich und Teil des Tagesprogramms.
Also: Wir probieren, befinden den einen oder anderen Wein für gut oder besser und wollen diese unseren Kunden präsentieren. Aber deshalb wird von unserer Seite noch nicht zwangsläufig eine Bestellung platziert. Denn erst wollen wir die Gegebenheiten vor Ort sehen und erfahren. Dies geschieht dann während unseres nächsten Besuchs in einer der schönsten Weinregionen weltweit. Dort schauen wir uns die Reben an, lassen uns den Weinkeller zeigen und lernen dabei Mitarbeiter und Familienmitglieder kennen. Unser Augenmerk legen wir besonders auf die Arbeits- und oft auch Lebensbedingungen der Menschen, die dort ihr tägliches Werk verrichten. Erst danach entscheidet sich, ob der Winzer oder das Weingut in die Behind The Grapes-Familie aufgenommen wird.

Hin und wieder passieren auf diesen Reisen aber auch unerwartete Dinge. Dann versteht man sich mit einem Winzer- und Kellermeister so gut, dass man ein wenig Freizeit in Kapstadt zusammen verbringt. So tatsächlich geschehen. Besagter Winzer stellte uns eines gemütlichen Abends einen deutschen Oenologen vor, der seit einiger Zeit in der Nähe der Mutterstadt (so nennen die Einheimischen Kapstadt) lebt. Zu viert verlebten wir einen geselligen Abend und bei dem einen oder anderen alkoholhaltigen Getränk kam die Idee auf, doch einen Wein nach unseren eigenen Vorstellungen zu bereiten und exklusiv anzubieten. Aus einer Idee wurde ein Grundkonzept und bald auch eine Strategie. Vielfältige Fragen mussten geklärt werden. Welche Rebsorten, welche Stilistiken sollten auf die Flasche kommen. Drei Sorten sollten es im ersten "Wurf" sein, so beschlossen wir. Im Anschluss begann der komplette und sehr komplexe Prozess vom Suchen und Finden des "richtigen" Weins. Viele Versuche, viele Verkostungen und einige Stunden der produktiven Diskussion wurden benötigt, um das zu erreichen, was mit unseren "eigenen" Weinen unter dem Titel van Toorn nun in der Flasche zu finden ist: Fruchtigkeit, Trinkfreude, einfach tolle Weine, auf die wir sehr stolz sind!

Hier geht es zur Übersicht unseres exklusiven Angebots von van Toorn.

 

van Toorn

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Südafrika Weinshow 2016

Am Sonntag, 04.09.16, lud die deutsche Depandance der "Wines of South Africa" zur Südafrika Weinshow. Hierzu versammelten sich 60 Aussteller in einem schicken Tagungsraum im Franfurter Westend und boten ihre vielfältigen Tropfen dem Fachpublikum feil. Einen gnazen Tag hieß es für die interessierten Besucher Kontakte knüpfen und natürlich ganz viel tollen Wein probieren. Dabei fängt für mich die Vorbereitung auf so einen Besuchstag schon einige Woche früher an. Schließlich muss man ja mit Ordnung und einem Plan in eine solche Veranstaltung gehen. Jeder der 60 Aussteller bringt mindestens fünf eher mehr Weine zum Probieren mit. Dazu kommt eine sogenannte "Free Tasting Area", in der die Weine nach Themen sortiert zur freien Verfügung stehen. Es ist schier unmöglich alle angebotenen Weine zu probieren. Daher war gute Vorbereitung ein Muss. Dankenswerter Weise hatten die Veranstalter einen Ausstellerkatalog online gestellt, der auch die an jedem Stand zu verkostenden Weine auflistete. So konnte ich im Vorfeld eine persönliche Liste erstellen, mit den Tropfen, die ich unbedingt probieren wollte. Gut gerüstet mit allerlei Informationsmaterial von Behind The Grapes ging es also am frühen Morgen auf nach Frankfurt. Die schnelle Fahrt im ICE liess kaum Zeit für ein Frühstück. Im dauerverregneten Frankfurt angekommen, führte mich der nächste Weg direkt ins Veranstaltungshotel. Nach einem sehr freundlichen Empfang konnte es dann los gehen. Der Raum war eng mit Ausstellern belegt und eine Menge Fachbesucher waren auch schon dort. Ganz besonders freute ich mich über die Anwesenheit der Olifantsberg Family Vineyards, die ihre Weine schon vor einem Jahr bei Behind The Grapes platziert hatten und seitdem treue Partner sind. Eigentümer Paul und die hoch motivierte Winzermeisterin Elizma begrüßten mich freudig an ihrem Stand.

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Winzermeisterin Elizma und Blogger und Weinhändler Oliver Willem Neusser             Eigentümer Paul und seine kurzzeitige Unterstützung :-)

Neben ein paar geschäftlichen Worten und ein paar Schlucke ihres aussergewöhnlichen Weins wurde die Stimmung eher freundschaftlich. Ich freue mich sehr dieses wunderbare Team an Bord haben zu dürfen. 
Doch nicht nur bekannte Gesichter warteten auf meinen Besuch. Auch neue Produzenten aus dem, für mich, schönsten Weinland der Welt wollten entdeckt werden. Los ging es mit den Weinen von Alleé Bleue. Hier wollten drei verschiedene Ranges und Schaumwein entdeckt werden. Überdurchschnittliche Weine flossen bei dieser Verkostung ins Glas. Viele Hintergrundinformationen konnte ich vom aus Südafrika angereisten Mitarbeiter des Weinguts bekommen. Sowohl die Weiß- als auch die meisten Rotweine konnten mich überzeugen. Vielleicht eine tolle Ergänzung unseres Repertoires. 
In der Zwischenzeit füllten sich die Räumlichkeiten immer mehr. es war schön zu sehen, dass das Thema des südafrikanischen Weins soviele Händler und damit hoffentlich auch Weingenießer interessiert und begeistert. Das Land, die Weine und die Menschen sind es absolut wert, sich für sie zu begeistern. Auch ein deutscher Tagungsraum kann das südafrikanische Flair aufnehmen und wiedergeben. Die Gespräche an den einzelnen Ständen waren unterhaltsam, ehrlich und immer von einer ständig spürbaren Freude geprägt. Dabei merkt man den Produzenten an, dass sie immer eine ganze Hand voll Stolz mit im Gepäck haben. Und ich finde, das haben sie mit Recht!!!!

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Auch in der Free Tasting Area war stendig etwas geboten. So referierten in lockerer Reihenfolge und ebenso lockerer Atmosphäre einzelne Winzer zu bestimmten Themen und reichten die entsprechenden Weine dazu. Die Pinotage-Verkostung war spannend und lehrreich. Weiter ging es mit den Ständen und den passenden Weinen von Hoopenburg, Thandi, Klein Constantia, uniWines und einigen mehr. Leider steigt einem an so einem Tag doch noch der Alkohol in den Kopf, auch wenn zwischendurch immer wieder gespuckt wird. Also muss man irgendwann die Reißleine ziehen, bevor man die Professionalität verliert. So sind mir leider einige wunderbare Weine entgangen. Mein persönlicher Katalog aus der Vorbereitung war nur zu einem Teil abgearbeitet. Aber so bleibt die südafrikanische Weinwelt weiterhin spannend und es gibt auch auf zukünftigen Veranstaltungen dieser Art noch einiges zu entdecken.
Ein großer Dank geht an die Organisatoren dieses Tages, der rundum erfolgreich verlief.

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In der Mitte: Marc Almert, Gewinner des WOSA Sommelier Cups 2016 Germany

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Onlineshop und Wein-Tastings – passt das zusammen?

Südafrikanischer Wein ist die Spezialität von Behind The Grapes. Punkt. In einem Land wie Deutschland, das selbst Wein anbaut, ist es mitunter schwierig Weine aus anderen Anbauländern an den Mann und die Frau zu bringen. Erschwert wird dies auch noch, wenn nach wie vor wenige Informationen über den Wein aus Südafrika kursieren. Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich allemal, da Südafrika absolut tolle Weine mit viel handwerklichem Geschick und einer unverbrüchlichen Verbundenheit zur Natur produziert. Diese guten Tropfen müssen den Platz im eigenen Weinregal ja nicht unbedingt für sich alleine beanspruchen. Eine nicht zu unterschätzende Ergänzung sind sie doch auf jeden Fall. Aber wie kommt der geneigte Weingenießer selbst zu dieser Erkenntnis? „Na durch Probieren natürlich!“ ist der nicht unberechtigte Ausruf. Dafür gibt es gerade bei Onlineshops ohne eigenes Ladenlokal auf den ersten Blick keine Möglichkeit. Aber eben nur auf den ersten Blick.
Die erste Möglichkeit ist, eines der immer häufiger stattfindenden Genuss-Festivals zu besuchen. Auch Behind The Grapes präsentiert hier regelmäßig eine Auswahl aus dem eigenen Weinprogramm. Die Termine und Orte werden stets rechtzeitig auf www.behind-the-grapes.de veröffentlicht. Auf solchen Veranstaltungen stehen die Mitarbeiter persönlich Rede und Antwort zu den Weinen und Südafrika als Weinland. Viele Informationen und Eindrücke können hier vermittelt werden. Auch Reisetipps für einen Besuch von Kapstadt und Umgebung können an solchen Tagen in lockerer Atmosphäre ausgetauscht werden.

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                                           Behind The Grapes - Live vor Ort

Stichwort „Reise“: Eine wunderschöne Möglichkeit, die Weine Südafrikas kennen zu lernen, ist natürlich die Entdeckung vor Ort. Eine einmalige Gelegenheit auch Land und Leute und den ein oder anderen Weinkeller zu erkunden.
Für alle, die sich die Erinnerungen an solch eine Reise auch zu Hause zurück holen möchten oder bisher noch nicht in den Genuss dieses kulinarischen Abenteuers gekommen sind, bietet Behind The Grapes aber noch mehr an.
So kommt Inhaber Oliver Willem Neusser gerne zu einem Hausbesuch und bringt seine flüssige Köstlichkeiten aus Südafrika mit, also eine geführte Weinprobe in den eigenen Räumlichkeiten in gemütlicher Atmosphäre. Gerne dürfen dazu auch einige Freunde eingeladen werden, zehn bis zwölf sollte das Maximum an Personen sein. Dann ist es bei der Weinprobe möglich, neben Anekdoten aus dem schönen Kapstadt, auch auf die speziellen Wünsche und Fragen der Teilnehmer einzugehen. Dieses Angebot wurde für den Großraum Düsseldorf gestartet und wird ausgeweitet. 
Natürlich geht es auch noch größer. So ist Behind The Grapes auch in der Lage größere Veranstaltungen wie Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen mit Wein auszustatten. Hier kann die reine Belieferung mit oder ohne Ausschank bis hin zu regelrechten Seminaren realisiert werden. 

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                                                          Weinprobe als Seminar


Um einiges intimer ist die Verkostung der im Programm befindlichen Weine für zwei bis drei Personen. Hierfür hat Behind The Grapes eine kleine Verkostungszone in den eigenen Büroräumen eingerichtet. Ganz individuell, allerdings nach Terminvereinbarung, kann man sich auch dort einen ausgezeichneten Eindruck über die angebotene Vielfalt zu verschaffen.
Behind The Grapes versteht sich als Botschafter für südafrikanische Weine und Spirituosen und bietet daher doch eine nicht unerhebliche Zahl an Möglichkeiten, sich von dieser spannenden Welt überzeugen zu lassen. Der Onlineshop dient dann der komfortablen Bestellung des Nachschubs. 
Neugierig geworden? Anfragen für Termine, Verkostungen und Veranstaltungen bitte direkt an kontakt@behind-the-grapes.de oder telefonisch unter 0211-56627675. 
Das Behind The Grapes-Team steht bereit.

 

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Auch in Südafrika gibt es Regeln für den Weinbau – eine kurze Übersicht

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Für den europäischen Weingenießer sind die Gesetze und Regelungen, die für die Weinproduzenten in anderen Ländern gelten, meist ein Buch mit sieben Siegeln. Hier herrschen ganz oft Vorurteile, gerade bei Staaten, die nicht als moderne Industrienationen gelten. Aber gerade Südafrika hat umfassende Gesetze und Projekte, denen sich die Weinbauern und Kellermeister freiwillig anschließen können. Dies in epischer Breite aufzuschlüsseln hätte den Umfang eines mehrstündigen Seminars. Hier also ein trotz allem spannender kurzer Blick in dieses Thema.

An oberster Stelle steht für die Traubenbauern und Weinerzeuger das Wine and Spirit Board (WSB). Dies ist eine Abteilung des südafrikanischen Landwirtschaftsministeriums und kümmert sich um die Gesetze den Weinbau betreffend und deren Durchsetzung. Hier sind alle grundsätzlichen Dinge geregelt, bis hin zu den Anträgen und Formularen, die man benötigt, wenn man in diesem Wirtschaftszweig ein Unternehmen gründen möchte. Auch die Vorschriften für die richtige Etikettierung der Weinflaschen fallen in die Verantwortung des WSB. Für den Endverbraucher am wichtigsten ist aber, dass das WSB ein Siegel vergibt, welches sich am Flaschenhals findet. Dieses graue Siegel garantiert dem Genießer, dass die Angaben von Rebsorte(n), Jahrgang und Herkunft auf dem Etikett der Wahrheit entsprechen. Desweiteren besagt dieses Siegel, dass die Flasche in Südafrika abgefüllt worden ist. Fehlt das Siegel auf der Flasche, zum Beispiel bei Supermarktweinen, kam der Wein in riesigen Tanks per Schiff nach Europa und wurde hier auf die Flaschen gezogen. Das WSB übernimmt nur die Verantwortung für den Inhalt des großen Tanks, dieser bekommt das Siegel. Vom Verlassen des Tanks bis hin zum Kauf im Geschäft liegt die Verantwortung nicht mehr bei südafrikanischen Behörden und eine lückenlose Zurückverfolgung bis zum Weinberg ist nur noch bedingt gegeben.

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Bevor die Weinflasche also das oben abgebildete, graue Siegel bekommt, prüft das WSB im Labor die Qualität des Weins. Hier geht es darum festzustellen, ob der Wein grundsätzlich genießbar ist, ob Schadstoffe festzustellen sind und ob der Wein für die jeweilige Region, in der er hergestellt wurde, typisch ist. Dies ist der kleinste, gemeinsame Nenner.

Allerdings geht das Verständnis der Produzenten noch weiter. In Südafrika lebt man ganz anders mit der umgebenden Natur. Für die Mehrheit ist es selbstverständlich, sich im Naturschutz zu engagieren und respektvoll mit den natürlichen Ressourcen umzugehen. Damit auch dies dem Verbraucher klar vermittelt werden kann, wurde in Zusammenarbeit mit dem Wine and Spirit Board (WSB), der Integrated Production of Wine (IPW, kümmert sich um nachhaltiges Vorgehen bei der Produktion), der Biodiversity & Wine Initiative (BWI, hier steht der Naturschutz auf der Tagesordnung) und der Wines of South Africa (WOSA, kümmert sich um die Außenhandelsbeziehungen) eine Kooperation gegründet, die das allgemeine graue Siegel um mehrere Facetten erweitert. Die SWSA (Sustainable Wine South Africa) vergibt seit 2010 ein grünes Siegel. Genau wie beim WSA-Siegel wird dem Verbraucher garantiert, dass die Angaben auf dem Etikett stimmen, die Flasche in Südafrika abgefüllt wurde und gibt die Möglichkeit anhand von Codenummern den Wein bis zum Rebstock zurück zu verfolgen. Winzer und Weinbauer, die dieses grüne Siegel auf ihrer Flasche haben möchten müssen sich aber noch zusätzlich dazu verpflichten, die Regularien von IPW und BWI zu erfüllen und einzuhalten. 

Im Rahmen der BWI-Regeln verpflichtet sich der Weinbauer, mindestens zwei Hektar seiner Landfläche vertraglich dauerhaft unter Naturschutz zu stellen. Er muss selbstverantwortlich dafür sorgen, dass nicht einheimische Pflanzen gerodet und so Platz für die vielfältige einheimische Pflanzenwelt geschaffen wird. Desweiteren muss der Weinbauer die Artenvielfalt, auch der Tierwelt, bewahren und schützen.

Die IPW-Regularien kümmern sich um die nachhaltigen Aufzucht der Trauben und ebenso nachhaltigen Arbeit im Keller. So regelt die IPW zum Beispiel den Umgang mit den verschiedenen Bodenarten, Art und Häufigkeit des Rebschnitts und ebenso Art und Häufigkeit des Einsatzes von chemischen Stoffen, etwa Pestiziden. Letzterer wird nicht gänzlich verboten, aber stark eingegrenzt. Ähnliche Regelungen existieren für die Arbeit im Weinkeller. Zusätzlich muss sich der Winzer verpflichten, Nutzwasser wieder aufzubereiten und für die Gesundheit und Sicherheit seiner MitarbeiterInnen zu sorgen.

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Erst wenn die Vorgaben von IPW und BWI umgesetzt werden vergibt die SWSA das oben zu sehende grüne Siegel. Die Umsetzung dieser Richtlinien wird regelmäßig und streng von unabhängigen Stellen überprüft. Fast 90 Prozent der südafrikanischen Weinbauer und Weinerzeuger erhalten zurzeit das grüne Siegel und ihr Engagement geht zum großen Teil noch darüber hinaus. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass es aktuell bei etwas über 99.000 Hektar Rebfläche über 130.000 Hektar Land gibt, welches freiwillig von den Erzeugern unter Naturschutz gestellt wurde. Außerdem gibt es immer mehr Erzeuger, die biologischen Wein produzieren, das bedeutet hier wird gänzlich auf den Einsatz von chemischen Stoffen in Weinberg und Keller verzichtet. Allerdings gibt es hierfür kein gesondertes Siegel, wie es im europäischen Raum gängig ist. Denn der Verzicht auf chemische Mittel sagt noch nicht notwendigerweise etwas über den Umgang mit den natürlichen Ressourcen aus. So muss man, um biologischen Wein zu produzieren, nicht unbedingt eine Nutzwasseraufbereitungsanlage haben. Um das grüne Siegel des SWSA zu bekommen, ist dies aber zwingend notwendig.

Südafrika ist tatsächlich das erste Wein produzierende Land, das solch eine umfassende Zertifizierung eingeführt hat. Die Beteiligung und Umsetzung dieses Programms spricht seine eigene Sprache. Also einige Gründe mehr, südafrikanische Weine zu entdecken und wert zu schätzen.

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ProWein 2016 in Düsseldorf - Wine rocks the world

ProWein 2016    ProWein

 

Auf der ProWein 2016 in Düsseldorf, der weltgrößten Weinmesse, gab es viel zu entdecken. Der Gemeinschaftsstand der südafrikanischen Winzer wird von Jahr zu Jahr größer. Auch ein stetig wachsender Besucherstrom ist zu spüren. Das Interesse wächst - und das ist auch gut so.
Denn tolle Tropfen finden sich auch im kommenden Jahrgang. Die Winzer und Winzerinnen legen nach wie vor viel Einsatz und Ergeiz in ihr Schaffen. Das schmeckt man im Glas und sieht man in den Gesichtern der Produzenten. Trotz erhöhten Besucherandrangs waren alle Aussteller immer freundlich und informativ. In ausgelassener Stimmung trafen wir auch unseren inzwischen lieb gewonnen Winzer David Finlayson von Edgebaston - Finlayson Family Vineyards, der uns aufs Neue von seinen aussergewöhlichen Weinen überzeugte.

 

Edgebaston

 

Aber auch neue Weine gab es zu entdecken, so von den Kellereien Du Toitskloof und Simonsvlei. Hier können wir wohl bald unser Angebot an Fairtrade-Weinen erweitern. Die persönliche Begegnung mit den Erzeugern ist ein wichtiger Teil unserer Philosophie. Es ist schön, viele aus Südafrika bekannte Gesichter auch einmal in Düsseldorf begrüßen zu dürfen, haben wir doch dort unseren Heimatstandort. Die ProWein Düsseldorf und die CapeWine in Kapstadt schlagen als Großveranstaltungen so eine Brücke zwischen diesen beiden Ländern und den beiden Städten. Einen ganzen Messetag verbrachten wir in Halle 9 und pflegten alte Kontakte und knüpften neue. Aber nicht nur die geführte Weinprobe beim Winzer stand auf dem Programm. Dank der WOSA (Wine of South Africa), die als Dachverband der südafrikanischen Produzenten fungiert, war auch eine freie Verkostung möglich. In der "Free Tasting Area" gab es einige interessante Tropfen thematisch sortiert zu entdecken. Eine aussergewöhnliche Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern. Unser persönliches Highlight in diesem Bereich: Der Grand Constance 2012 vom ältesten Weingut des Landes, Groot Constantia, ein edelsüsser Wein, der auch schon von Napoleon I. gerne getrunken wurde.

 

ProWein 2016    Grand_Constance

 

Hier geht es nicht nur um die wirtschafltiche Vermarktung von Wein. Die Ausstellung beschäftigt sich im Grundsatz mit dem Thema "Leidenschaft". Denn diese bringen die Winzer und Winzerinnen in ihr Produkt ein, das ist immer wieder aufs Neue zu spüren, wenn man mit ihnen ins Gespräch kommt. So schaffen sie es auch, die Leidenschaft zu uns Händlern überspringen zu lassen. Wir nehmen sie mit und bringen sie zu den Weingeniessern in Deutschland.
So haben wir im Rahmen der "ProWein goes city"-Veranstaltungsreihe am 11. und 12. März zwei tolle Verkostungen organisiert. Hier stellten wir am ersten Abend zehn unterschiedliche Weine aus unserem Programm zum Probieren bereit. Dazu gab es zahlreiche, kurzweilige Informationen unseres Gründers Oliver Willem Neusser, der sehr leidenschaftlich über Südafrika als Weinland und über die entsprechenden Tropfen sprach. Eine gemütliche Atmosphäre in den Design Offices Düsseldorf förderte die Stimmung auch der Teilnehmer unter einander. Am Samstag stand dann das Weingut Olifantsberg aus dem Breede River Valley im Vordergrund, dessen gesamtes Programm verkostet werden konnte. Beide Abende waren ausgezeichnete Möglichkeiten, einen Rundumblick über die südafrikanische Vielfalt zu bekommen.
Wer das verpasst hat, sollte hier nach weiteren Terminen ausschau halten. Es lohnt sich!

 

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Aktuelle Weinernte in Südafrika

Die Weinernten in Südafrika zeigen in der Regel keine großen Variationen wie in den Anbaugebieten der nördlichen Hemisphäre, da die Sommer eigentlich immer trocken und recht heiß sind. Trotzdem gibt es immer wieder Unterschiede zwischen den Jahren, die bei den Rotweinen eher Auswirkungen auf das Alterungspotential hat, bei Weißweinen eher auf die allgemeine Qualität. So können längere Hitzewellen den weißen Trauben den Geschmack und die Frische nehmen. 
Der Weinjahrgang 2016 wird in Südafrika vermutlich als einer der heißesten Weinjahre am Kap in die Geschichte eingehen. Wie sich die Weinqualität entwickelt, lässt sich derzeit nur mutmaßen. Die Lese ist in der Kapregion noch in vollem Gange. Mengenmäßig rechnen die Winemaker nahezu in allen Gebieten mit geringeren Erntemengen als im Vorjahr. Die enorme dürreähnliche Hitze, insbesondere im November und Dezember ist der Grund dafür. Die Trauben werden leichter sein und die Beeren kleiner ausfallen. Das stimmt aber viele Winzer zuversichtlich im Hinblick die Qualität der Beeren. Die Trauben sind gesund und können, unter der Voraussetzung eines optimalen Ernteverlaufs, sehr konzentrierte aromatische Weine hervorbringen. Optimal heißt für die Winzer, dass die Temperaturen im Verlauf der Erntesaison moderat bleiben und kühlere Nächte für Abkühlung der Reben sorgen. Selbst kurze leichte Regenschauer wären willkommen, da sie den Reifeprozess der Trauben verlangsamen. Besonders der Reifeverlauf der  roten Sorten wird im Moment kritisch beobachtet. Hier ist die nächtliche Abkühlung besonders wichtig, damit die Zuckerwerte der Trauben nicht allzu schnell in die Höhe schießen, während die Gerbstoffe wesentlich langsamer ausreifen. Das Resultat wären alkoholreiche Rotweine, gepaart mit grünlich wirkenden Tanninen. 

Doch das Erntejahr 2016 wird ein Ausnahmejahr, für viele Winzer eins der kniffligsten Jahrgänge seit 2002. Viele Winzer haben schon im Januar die verfrühte Gelbfärbung der Laubwand ihrer Reben bemerkt. Und reagiert. Mittels grüner Lese, sprich einer Reduktion der Traubenmenge am Stock.

Am heißesten wurde es in diesem Jahr jedoch für die Winzer an den Hängen des Simonsbergs bei Stellenbosch. Eine verheerende und mehrtägige Feuerbrunst bedrohte namhafte Weingüter u. a. Kanonkop, Thelema, Zorgvliet, Delheim um nur einige Namen zu nennen. Es verbrannten rund 3.000 Hektar Land. Die schädlichen Ausmaße auf den Weinbau und die Qualität der Trauben sind derzeit noch nicht abzusehen. Zahlreiche ehrenamtlichen Feuerwehrleute, Farmarbeiter und Anwohner gaben Mitte Januar alles, um die Weinbauern und ihre Familien zu unterstützen. 

Noch ist die Weinernte 2016 in vollem Gange. Es bleibt spannend und herausfordernd – und es heißt Daumen drücken für alle Winzer am Kap. 

 

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Neuer Weinpartner aus Südafrika

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Nun ist es doch geschafft! Viele Gespräche wurden geführt, natürlich viele Weine gekostet und schwierige Entscheidungen wurden getroffen. Endlich ist der Wein unserer neuen Partner im Lager angekommen. Dabei war das erste Treffen mit dem Besitzer der Olifantsberg Family Vineyards eher ein zufälliges. Für meinen Besuch auf der diesjährigen CapeWine in Kapstadt, Südafrikas größte Weinmesse, hatte ich einiges vorbereitet. Ich hatte schon von Deutschland aus Termine ausgemacht, sowohl für Meetings auf der Messe als auch Besuch auf den Weinfarmen selbst. Hier sollten bestehende Kontakte gefestigt und neue Kontakte geknüpft werden. Einige spannende Tage lagen vor mir. Viele Weine konnte ich probieren und ebenfalls viele Menschen durfte ich kennen lernen, alle überaus gastfreundlich und liebenswert. Vom Weingut Olifantsberg hatte ich vorher noch nichts gehört, kein Wunder bei weit über 500 verschiedenen Weinproduzenten in Südafrika. Beim Bummel an den Messeständen vorbei, die übrigens alle ein gemeinsames grundlegendes Design hatten, ist mir der Name Olifantsberg aufgefallen, mangels Zeit hatte ich dort aber am ersten Messetag keinen Stop eingelegt.

Am Abend war ich eingeladen auf eine Veranstaltung in Kapstadts Ausgehviertel. Hier trafen sich die Winzer aus dem Distrikt des Breedekloof River Valley nebst geladenen Gästen und verbrachten einen tollen Abend mit gutem Essen (natürlich: Braai) und von den Winzern mitgebrachten Weinen. Thema des Abends war die Chenin Blanc-Traube. Zur späteren Stunde wurde ich einigen Menschen vorgestellt, die ich vorher noch nicht getroffen hatte. Darunter war auch Elizma Visser, aktuell Kellermeisterin bei Olifantsberg und ihr Mann, der ebenfalls Kellermeister allerdings eines anderen Weinguts ist. Elizmas Chef war auch unter den Gästen und so traf ich schließlich auf Paul Leeuwerik, dem Besitzer von Olifantsberg Family Vineyards. Paul ist gebürtiger Niederländer und war an diesem Abend froh auch mal wieder ein wenig Deutsch zu sprechen. So entspann sich ein interessantes Gespräch auf die eine Einladung folgte, am nächsten Tag doch auch mal seine Weine zu probieren. 
Gesagt, getan. Am nächsten Messetag besuchte ich seinen Stand und konnte mich persönlich von der hohen Qualität seiner Weine überzeugen. Er selbst und auch Elizma brachten mir sehr anschaulich Teile des Aufwuchses und des Ausbaus der Trauben bzw. des Weins näher. Auch persönlich schienen wir direkt einen Draht zueinander zu haben.

 

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Zurück in good, old Germany legte ich dann alle Energie hinein, um diese wundervollen Weine auch deutschen Weintrinkern zugänglich zu machen, denn diese sind bisher hier nicht erhältlich gewesen. Dies haben wir nun geschafft. Darauf bin ich sehr stolz, denn alle sechs Varianten sind eine Sünde wert. Und wie sich das für Partner von Behind The Grapes gehört, überzeugen die Weine nicht nur mit ihrer Qualität, es gibt natürlich auch eine tolle Geschichte hinter den Weinen:
Paul und seine Frau lebten in den Niederlanden. Als die Kinder aus dem Haus waren, sollte die Zeit beginnen, in der beide die Welt entdecken wollten. Ein zerstörerisches Feuer im Eigenheim machte ihnen das Loskommen von der Heimat leichter. Einer der ersten Stops war in Afrika, genauer in Zimbabwe und Namibia. Die beiden verliebten sich in den Kontinent und entdeckten im Anschluss die Vielfältigkeit Südafrikas. Ein Klient Pauls, der ursprünglich Steuerberater war, hatte ein Anwesen im Breedekloof River Valley, auf dem auf 4 Hektar auch Trauben wuchsen. Nach dem Tod des Klienten kauften Paul und seine Frau kurzerhand das Anwesen, um es im Sinne des vorherigen Eigentümers weiter zu betreiben. Die geernteten Trauben wurden in den ersten Jahren an Kellerein verkauft. Erst 2007 bauten sie einen eigenen Keller. Paul und Corine lernten sehr viel in kurzer Zeit über den Weinbau, doch für einen professionellen Ausbau und Vermarktung fehlte ihnen die Erfahrung. Also stellten sie ihren ersten Kellermeister ein. Jacques du Plessis setzte die ersten Maßstäbe für das junge Weingut. 2014 übernahm Elizma Visser diese Aufgabe und steckt viel Leidenschaft und Hingabe in diese Arbeit. Außergewöhnliche Weine verlassen nun seit wenigen Jahren den Weinkeller. Hauptsächlich werden ursprünglich aus dem französischen Rhone-Tal kommende Rebsorten angebaut. Daraus zauberte das Olifantsberg-Team fast aus dem Stand so qualitativ hochwertige Weine, dass zum Teil sogar erste Jahrgänge mit Auszeichnungen überhäuft wurden. Dieser Anspruch ist geblieben und so kann auch der aktuelle Jahrgang überzeugen. Inzwischen ist die Rebfläche auf 17 Hektar gewachsen, um dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden.

 

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Ein mehr als sympathischer Kontakt konnte hier geschlossen werden und die in Deutschland nur bei Behind The Grapes zu beziehenden Weine suchen Ihresgleichen. Es lohnt sich ein Auge zu riskieren und auf Entdeckungsreise zu gehen. Ich freue mich auf eine langlebige Partnerschaft und auf meinen nächsten Besuch vor Ort.

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Südafrika und Rugby

 

Die Rugby Weltmeisterschaft 2015 ist fasst geschafft. nur noch das Spiel um Platz 3 und das Finale haben wir zum Zeitpunkt des Schreibens noch vor uns. Die südafrikanische Mannschaft die "Springboks" kämpft gegen Argentinien um den dritten Platz. Auch in Deutschland wird dieser Sport immer populärer. Auf den ersten Blick hat man das Gefühl, es existierten keine Regeln und alle Spieler fallen unkontrolliert über einander her. Doch dem ist nicht so. Das Rgelewerk ist vielfältig, dabei steht die Sicherheit und Gesundheit der Spieler an vorderster Stelle. Auch dem Spielfluss widmen sich mehrere Paragrafen. Dabei sind die grundsätzlichen Regeln für den Zuschauer recht einfach. Der eiförmige Ball muss hinter die letzte Linie auf der Seite des Gegners abgelegt werden. Dies gibt fünf Punkte. Ein erfolgreicher Kick zwischen die Stangen ergibt im anschluss weitere zwei punkte. Wichtigste Regel: Der Ball muss mit dem Spieler nach vorne kommen. Kicks und Pässe sind erlaubt, unterliegen allerdings gewissen Voraussetzungen. Die jeweilige Mannschaft ohne Ball versucht den Raumgewinn natürlich zu verhindern. Gespielt wird in zwei Halbzeiten zu je 40 Minuten. Diese 80 Spielminuten können so spannend sein, dass man es kaum auf der Couch aushält. Es passiert so viel auf dem Spielfeld, langweilig wird das nie.


Speziell in Südafrika hat die Rugby-Nationalmannschaft eine hohe Symbolkraft. Denn während der Apartheid-Regierung durfte diese Mannschaft nur Weißen bestehen. Eine Mischung war zunächst nicht zulässig. Erst nach und nach konnte diese strenge, und unsinnige, Vorschrift gelockert werden, und das noch während der Apartheidszeit. Allerdings waren die Springboks in dieser Epoche bei internationalen Turnieren nicht gern gesehen. Vor allem die ausländischen Fans sahen die Springboks als Botschafter der unmenschlichen südafrikanischen Regierung an und störten und boykottierten die jeweiligen Spiele. In der Folge wurden die Springboks von internationalen Turnieren ausgeschlossen. Der erste Rugby WorldCup nach Überwindung der Apartheidsregierung und Installation einer demokratischen Führung konnte in Südafrika abgehalten werden, natürlich mit Teilnahme der Springboks. In einem historischen Finalspiel gegen den Erzfeind Neuseeland konnten sich die Gastgeber mit 15 zu 12 den Sieg und damit den Titel sichern. Natürlich bestand die Mannschaft der Springboks sowie auch die große Fanschar aus Menschen aller Bevölkerungsschichten und aller Hautfarben. Eine Veränderung, die international gesehen und erkannt worden ist. Diese Tatsache wurde noch dadurch verstärkt, dass der erste demokratisch gewählte Präsident von Südafrika, Nelson Mandela, selbst denm damaligen Kapitän der Springboks den Pokal überreichte. Eine große Geste, die in die Geschichte einging. Seither sind die Springboks die internationalen Botschafter der sogenannten Regenbogennation. Sie stehen für all die Werte, für die die südafrikanische Bevölkerung jahrelang größtenteils friedlich gekämpft hat. Auf der ganzen Welt kommen Menschen aus den unterschiedlichsten Schichten, Relgionen und Ländern zusammen, um die Spiele der Springboks zu verfolgen und ein unvergleichliches Gemeinschaftsgefühl zu erleben.


Dieses Gefühl durfte ich zu Beginn des diesjährigen WorldCups in Kapstadt selbst erleben. Es liess mich auch zurück in Deutschland nicht mehr los und so bin ich ein großer Unterstützer der Mannschaft und das, wofür sie steht.

 

SpringbokDusseldorf       O2World

                                                                                                     

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So viel Wein und so wenig Zeit

Mein zweiwöchiger Aufenthalt in Kapstadt und den Winelands ist nun leider vorbei. Zurück in Deutschland geht es darum, die Erlebnisse zu sortieren und in Taten umzusetzen.
Die Messetage auf der CapWine2015 in Kapstadt waren intensiv und aufregend. Ich hatte die Gelegenheit, mehrere meiner Winzerkontakte wieder zu treffen und neue Bekanntschaften zu schliessen. Dabei waren alle, die ich getroffen habe von einer unermesslichen Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Neue Freundschaften haben hier ihren Anfang gefunden. Aber neben den sehr erfreulichen Kontakten mit den Winzern und Winzerinnen und deren Mitarbeitern konnte ich natürlich auch einige tolle Weine probieren. Hier ging es darum, sich von bestehender Qualität erneut zu überzeugen, neue Jahrgänge zu probieren und natürlich auch gänzlich neue Tropfen zu verkosten. Dabei wurde mir die Vielfalt der in Südafrka produzierten Weine mal wieder sehr deutlich bewusst. Am herrausragensten war für mich die Chenin Blanc-Traube. Hier habe ich viele verschiedene Versionen aus den unterschiedlichsten Regionen verkosten dürfen. Alle Winzer verstanden es, die geschmacklichen Eigenheiten dieser Traube zu erhalten und eventuell sogar nach vorne zu bringen und dabei jedem einzelnen Wein seine eigene Handschrift einzubringen. Ob im Holzfass ausgebaut oder ohne Einfluß dessen, eher fruchtig oder eher erdig, fast alle waren ein Beispiel hervorragender Handwerkskunst. Ich bin froh, einige dieser Tropfen auch bald bei behind-the-grapes.de anbieten zu können.
Abseits der eigentlichen Messetage war es allerdings nicht weniger interessant. So hatte ich die Gelegenheit mehrere Weingüter persönlich zu besuchen. Hier konnte ich mich von Anbaumethoden, Philosophie und Anspruch der Winzer selbst überzeugen und nebenbei die herrlichen aber auch so unterschiedlichen Lagen in Paarl, Stellenbosch und im Breedekloof Valley geniessen. Aussergewöhnliche Menschen haben mich auf ihren Farmen willkommen geheissen und mir Weinberge und Produktionsstätten näher gebracht. Dabei haben sie auch gleichzeitig ihre eigenen Philosophien vermittelt und mich davon überzeugt, einige ihrer tollen Weine in mein Programm zu übernehmen. Dies verlangt natürlich einer gewissen Vorbereitung und so wird sich das Angebot auf behind-the-grapes.de in der nächsten Zeit erweitern. Spannende Entwicklungen liegen vor mir und natürlich meinen liebgewonnen Kunden, denen ich damit weitere Highlights aus dem schönen Südafrika erschliessen kann. 
Näheres dazu bald hier im Blog und auf facebook.com/behindthegrapes.

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